Google+ Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort Sachsen-Anhalt: Was wir wollen

Was wir wollen

Die Verordnung zur Schulentwicklungsplanung 2014 (SEPI-VO 2014) sieht vor dass in Grundschulen die Mindestschülerzahlen in zwei Schritten  

2014  auf 60 (52 ländlicher Bereich) und 
2017  auf 80 (60 ländlicher Bereich) Kinder pro Grundschule erhöht werden.

Im Weiteren bedarf es mindestens 10 Schüler, um eine 1. Klasse überhaupt eröffnen zu können, ansonsten die Bewilligung zur Führung dieser Klasse verweigert wird bzw. werden kann.

Zu groß - zu starr!
Dieser Schultyp ist für den ländlichen, dörflichen Bereich ganz offensichtlich zu groß und zu unflexibel. Die Folge ist, dass bis 2017 rund 160 Schulen - vorwiegend im ländlichen Bereich und in Außenstellen - geschlossen werden sollen!
Somit sind 6 -11-jährige Kinder künftig mit der Perspektive konfrontiert, täglich bis zu 90 Minuten im Schulbus zu verbringen, den Weg vom Elternhaus zur Busstation nicht eingerechnet!
Andere Grundschulkinder können sich in diesen 90 Minuten bereits ihren Hausaufgaben oder anderen Lern- bzw. Freizeitaktivitäten widmen und in ihrer Entwicklung gefördert werden!

Dieses Einheitsschulsystem widerspricht sämtlichen wissenschaftlichen und pädagogischen Erkenntnissen, was die kindgerechte Entwicklung, Schulung und Persönlichkeitsförderung betrifft !!!
Außerdem schränkt es die Möglichkeiten einer zukunftsorientierten Regionalplanung der Kommunen enorm ein!

Schulschließungen in Stein gemeißelt:

Die Verordnung schließt die Eröffnung einer einmal still gelegten Schule faktisch aus.
Für eine Neueröffnung einer Grundschule wird nämlich Zweizügigkeit (=160 Schüler) gefordert. 


Was wir wollen:

So könnte Schule auch gestaltet werden:


Kompetenzen zur Erhaltung von Standorten werden zu 100% an die Gemeinden übergeben. Im Schulgesetz wird jahrgangsdurchmischter Unterricht als gleichberechtigte Unterrichtsform neben dem Jahrgangsunterricht anerkannt.

Die SEPL-VO bestimmt folgende Sachverhalte (für Grundschulen). 
1. Vollzeitstellen je Schülerzahl in „ländlichen Gebieten“ = 15 Schüler pro Vollzeitlehrerstelle

2. Verwaltung und Rektorat werden mit mindestens 120 Schülern an zentralen Orten geführt

3. Jede Verbandsgemeinde bildet eine Schuleinheit, welche sich über die Verwaltungsstruktur des Rektorats definiert. – Rektoren

4. Jedes Dorf führt die eigene Dorfschule in Kooperation mit dem Rektorat des Schulverbundes der Verbandsgemeinde.

5. Werden im Schulverbund „Inklusion“ einzelner Schuleinheiten angeboten, so wird das Lehrpersonal entsprechend der für Förderschulen geltenden Kriterien verstärkt.
6. Die Jahrgangsstufen 1-4 arbeiten nach einem schülerbezogenen Lehrplan.

Die pädagogische Ausbildung aller Lehrkräfte verpflichtet zu jeweils 6 Monaten Praktikum an den Dorfschulen. – Das Praktikum wird vom Land getragen.
Jeder Schulverbund ist frei, Bildungs-Kooperationen mit regionalen Partnern, Vereinen, Betrieben und Initiativen einzugehen.

Sachsen-Anhalt hat ein besseres Schulsystem verdient, als das, was derzeit flächendeckend umgesetzt werden soll!  


  Dafür stehen wir früher auf !