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Aktuelle Problematik 2017-22

Im  Schuljahr 2017/18 und für die Folgejahre zeichnen sich für Grundschulen folgende Problemfelder ab:

Reduzierte schülerbezogene Lehrerzuweisung mit Folgen für die Schulqualität

  • Grundschulen müssen ab diesem Schuljahr mit Klassengrößen von klar über 22 Kindern arbeiten, wenn sie die bisherigen Unterrichtsangebote und verlässlichen Öffnungszeiten aufrecht erhalten wollen.
  • Kleine Klassen sollen fusioniert werden. Man bildet also Kombi-Klassen, ohne dass die Lehrkräfte darauf vorbereitet werden. Der Klassenteiler 28 wurde aufgehoben, womit es zulässig ist, Klassen von 30 und mehr Kindern zu bilden.
  • Immer mehr Schulleitungen sind für mehrere Schulanlagen zuständig. Dies geht auf Kosten einer Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte und des Schulhausprofils. 
  • Gerade in Kombination mit Inklusion und Kombi-Klasse ist dies ein klarer Leistungs- und Qualitätsabbau an Grundschulen, denn weiterhin steht die Lehrkraft weitestgehend alleine vor ihrer Klasse und ist mit den vielfältigen Aufgaben klar überfordert.

Lehrermangel 

  • Die Aussagen, wie dem Lehrermangel begegnet werden soll und kann, sind widersprüchlich. Bezüglich der wünschenswerten Einstellungskontingente und Ausbildungskorridore liegen die Vorstellungen der Landesregierung und der Interessenverbände um bis zu 50% auseinander. Unsere Vorstellungen diesbezüglich sind auf der Tabelle und in diesem Beitrag (Abschnitt 3) dargestellt.

Neue Schließungswelle bei KITAS und Grundschulen steht an

  • Es mehren sich die Anzeichen, dass gerade im ländlichen Bereich über das IGEK (Integriertes Gemeindliches Entwicklungskonzept) auf Basis von demografischen Projektionen bis 2035 der nächste Strukturabbau im ländlichen Raume bevorsteht.
  • Wir stellen fest, dass erneut aus vermeintlich fiskalpolitischen Gründen Zentrumsbildung im Bereiche Grundschulen und Kitas die Maxime der Planungsbüros sind und die Standortträger durch die Kommunalaufsicht und Förderpolitik des Landes genau auf diese Schiene getrieben werden.  Hier ein aktuelles Beispiel. Wir nennen das Demontage des ländlichen Raumes und Familienvertreibung.
Wir werden uns weiterhin sehr kritisch mit diesen Themen auseinandersetzen. Dies mit dem Anspruch, dass bei aller Kritik in bewährter Manier immer Konstruktives dabei ist, wir bemüht sind, Alternativen aufzuzeigen. Alternativen, welche sich geradezu aufdrängen und trotz anfänglichem politischem Widerstand früher oder später klammheimlich über die Hintertür eingeführt werden müssen. DAS haben wir in den letzten Jahren als Erkenntnis gewonnen.

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