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Schulgesetz: Schulverbünde und STARKIII - nicht kompatibel! Vorschlag 4

Wir weisen schon seit über 3 Jahren auf die Auswirkungen des STARKIII-Förderprogrammes auf des Schulnetz des ländlichen Raumes hin. Sämtliche Fraktionen wurden 2014 darauf aufmerksam gemacht, dass der künftige Schließungshebel für Grundschulen nicht die SEPL-VO2014, sondern STARKIII sein werde. Nun sollen in absehbarer Zeit Schulverbünde bedrohte Schulstandorte retten, so die Ankündigung des Kultusministeriums. Die Wirkung STARKIII wird offenbar weiterhin ausgeblendet.
Aufgaben für die Landtagsfraktionen ! Es ist höchste Zeit, dass im Landtag endlich die Scheuklappen abgenommen werden, um Klarheit über die Dimension und Folgen der Programme STARKIII/STARKV zu kriegen. Bereits 2014 haben wir alle Fraktionen auf folgende Problematik aufmerksam gemacht! 
Nun der nächste Vorschlag: In Form einer Kleinen Anfrage kann unkompliziert festgestellt werden, welches die Auswirkungen der Bullerjahnschen Förderprogramme STARKIII/STARKV auf das Schulnetz des ländlichen Raumes sein werden::
1. Wieviel…
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Schulgesetz: Vorschlag 3

Ein kurzer Satz, der Aufschluss darüber gibt, WIEVIEL die "Rettung kleiner Grundschulen" dem Bildungsministerium oder dem Kabinett wert ist.
„Durch die Bildung des Grundschulverbundes darf kein zusätzlicher Lehrkräftebedarf entstehen.“
Kritik:Dieser Satz hat in einem Schulgesetz nichts zu suchen, da er  zusammenhangslos im Raume steht, und als Totschlagargument des Landesschulamtes oder der obersten Schulbehörde jederzeit gegen Schulverbünde oder aber FÜR weitere Schulschließungen eingesetzt werden kann. Er lässt auch den Verdacht aufkommen, dass die wirkliche Triebfeder des Bildungsministeriums NICHT “Rettung von Schulen im ländlichen Raum” ist, sondern hier ein weiteres Sparmobil zur Einsparung von Lehrkräften zum Nulltarif auf den Weg gebracht werden soll, allenfalls ein Hebel für perspektivisch weitere Schulschließungen installiert wird. Denn sicherlich werden "Fachleute" aus dem Finanzbereich wenige Jahre später einäugig feststellen, dass ein Zusammenlegen vo…

Schulgesetz: Vorschlag 2

Wir wenden uns hier dem zweiten Teil des Gesetzestextes zu, in welchem Grundschulverbünde definiert werden.
„...Hauptstandort und Teilstandort bilden zusammen eine Schule. Die Mindestgröße des Teilstandortes beträgt 40 Schülerinnen und Schüler. Die Errichtung eines Teilstandortes ist nur zulässig, wenn an dem Teilstandort für den Unterricht in den Schuljahrgängen 1 bis 4 mindestens zwei Lerngruppen gebildet werden können. Dazu kann der Unterricht jahrgangsübergreifend in den Klassen 1 und 2 sowie 3 und 4 erteilt werden. Für den Unterricht muss ein entsprechendes pädagogisches Konzept zugrunde gelegt werden. „
Kritik: Auch dieser Passus wirft mehr Fragen auf, als er Antworten gibt.  „bilden zusammen eine Schule“. Damit ist der Teilstandort degradiert auf eine Außenstelle. Dies macht jedoch keinen Sinn, da die örtlichen Unterschiede zwischen zwei, drei oder vier Schulstandorten  verschiedene pädagogische Konzepte durchaus als sinnvoll erscheinen lassen. Umgedreht: Das pädagogische Konzep…

Schulgesetz : Vorschlag 1

Einleitung: Wir gehen davon aus, dass die Bildung von Grundschulverbünden im gesamten ländlichen Raum ein ernst gemeintes Anliegen ist, welches zum Erhalt möglichst vieler Schulstandorte beitragen und damit das Dauerprovisorium vieler kleinerer Schulstandorte nachhaltig beenden soll. Das bedeutet: Schulplanerische Sicherheit auf die kommenden 15 Jahre und damit verbunden auch Entscheidungsgrundlagen für die Standortträger bezüglich Zukunftsinvestitionen in diese Standorte.Damit entsteht auch  Förderfähigkeit durch diverse Programme des Landes des Bundes, der EU, da ja jetzt Bestandsfähigkeit gewährleistet ist.
Es bedeutet außerdem: Planungssicherheit für die Gemeinde, Familien, Vereine, Gewerbe. Gemeindeentwicklungskonzepte MIT bestandsfähigen ortsnahen Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen haben in vielfacher Hinsicht Vorteile, auch wenn es um Fördermittel aus den verschiedensten Töpfen geht. Wir gehen den Definitionsabschnitt für Grundschulverbünde in 3 Abschnitten durch:
Ein…

Grundschulverbund Gesetzesnovelle: 1 Satz mit Sprengkraft - so nicht!

Schulnahe Verbände und Elternorganisationen haben am 28.09.2017 vom Bildungsministerium pünktlich zu Beginn der Herbstferien Auszüge der angekündigten Schulgesetznovelle zur Stellungnahme erhalten. Die Frist für diese Stellungnahme ist nicht wie üblich sechs Wochen, sondern läuft bereits am 11. Oktober ab. Die Begründung für dieses kurze Zeitfenster, welche der Bildungsminister abliefert, muss erwähnt werden: "Gemäss Beschluss in der Kabinettssitzung vom 26.09.2017 soll der Gesetzesentwurf am 17.10.2017 im Kabinett abschließend beraten werden. Ich bitte daher, die Kürze der Anhörungsfrist zu entschuldigen."  
Was bitte soll hier entschuldigt werden? Die Tatsache, dass das Kabinett wissentlich die Anhörungsfrist zu einem wichtigen schulpolitischen Thema von 6 auf 2 Wochen runterschraubt? Dies im  Bewusstsein, dass während der Herbstferien die Verbände und Organisationen kaum in der Lage sein werden, eine reguläre Versammlung einzuberufen, geschweige denn eine seriöse Stellung…

Auswertung unserer Elternbefragung

Die hohen Wellen, welche Bundestagswahlkampf und -wahltag geworfen haben, ebben langsam ab. Es wird also Zeit, dass wir die Ergebnisse unserer Elternbefragung ins Netz stellen.
Hierbei handelt es sich um eine Momentaufnahme der 3./4. Schulwoche, bezogen auf öffentliche Grundschulen in Sachsen-Anhalt. Wir erheben keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, meinen jedoch, dass die abgebildeten Ergebnisse schon aussagekräftig sind. Wir lassen diese bewusst unkommentiert hier stehen, auf dass sich Interessierte ihre Meinung selbst bilden... Diskussionen dazu oder Fragen können auf unserer Facebookgruppe gestellt werden.
Eingegangene Fragebogen:  53 Beschriebene Schulstandorte: 48 Erfasste Klassen:  69
Hier geht es direkt zur Auswertung
Wir möchten uns bei allen Eltern bedanken, welche sich die Zeit zum Ausfüllen der Fragebogen genommen haben.

Hinweis: Aktuelle Versorgungsengpässe auf allen Schulstufen könnt ihr Hier melden. Nutzt diese Möglichkeit!

Unterrichtversorgung: Wie aus weniger mehr wird

Wieder einmal werden Presse und damit Öffentlichkeit zugemüllt mit Zahlen, welche Besserung suggerieren, wo in Wirklichkeit ein massiver Leistungsabbau stattfindet. Betroffen sind einerseits Grundschulen, wie aber immer deutlicher wird, auch Gymnasien. Dies ist insofern erstaunlich, als hier eine Unterrichtsversorgung von 103% ausgewiesen wird.
Doch der Reihe nach. In einer Pressemitteilung legt das Bildungsministerium Zahlen zum neuen Schuljahr auf den Tisch.  Darunter befindet sich die nebenstehende Tabelle zum Thema Unterrichtsversorgung. Demnach haben wir mit Ausnahme von Förder- und Gesamtschulen einen Versorgungsgrad von 100 und mehr Prozent. Und Bildungsminister Marco Tullner findet, im Vergleich zum Vorjahr stehe man bezüglich Unterrichtsversorgung besser da. Die Abdeckung habe um einen Prozent zugenommen. Mathematisches Wunderwerk: Aus weniger wird mehr. Das Rezept.Man kürze am Ende des Schuljahres 2016/17 die schülerbezogene Lehrerstundenzuweisung um 6%. Folge sind Klassenzus…